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Ostbelgien-Triathlon: Einfach mal das Auto stehen lassen!

Das Ostbelgien-Triathlon-Team, das Jahr für Jahr den Triathlon in der ostbelgischen Hauptstadt organisiert, hat große Pläne: Die Veranstaltung soll Stück für Stück CO2-neutral werden und damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

1984 feierte sie im kleinen Rahmen Premiere. Doch längst hat sie sich zu einer bekannten Sportveranstaltung über die Stadtgrenzen hinweg entwickelt. Nicht nur Teilnehmer aus Eupen und der Umgebung stellen sich mittlerweile den verschiedenen Wettbewerben, auch Sportbegeisterte aus den Benelux-Staaten, aus Nordfrankreich, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind unter den Athleten zu finden. Das bevorzugte Verkehrsmittel zur Anreise ist allerdings weniger sportlich: Das Auto.

Mehr als viermal um die Erde

„Im Jahr 2018 haben alle Teilnehmer in der Summe rund 170.000 Kilometer bei der An- und Abreise im Individualverkehr zurückgelegt. Das entspricht einer Strecke, die mehr als viermal um die Erde führt.“ Olivier Henz, Präsident des Ostbelgien-Triathlon

Dabei wurden rund 35 Tonnen CO2 emittiert. Eindeutig zu viel – finden die Organisatoren und möchten gegensteuern. „Heutzutage reicht es bei einer Open-Air-Sportveranstaltung wie dem Ostbelgien-Triathlon nicht mehr aus, mit spannenden Wettbewerben und schönen Landschaften zu locken. Die Aspekte Nachhaltigkeit und Umweltschutz treten immer mehr in den Vordergrund“, weiß Henz.

Umweltschutz von Beginn an

Gerade bei der Anreise sehen die Organisatoren jede Menge Potenzial, denn dieses Jahr werden 1.200 Teilnehmer erwartet, die rund um die Wesertalsperre in verschiedenen Wettbewerben miteinander antreten werden. Der Appell an jeden einzelnen: Einfach mal das Auto stehen lassen! „Wir können natürlich niemanden zwingen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, aber wir möchten zumindest auf diese Möglichkeit hinweisen“, erklärt Henz.

Alternativen aufzeigen

Bei dem Appell soll es allerdings nicht bleiben. Das Triathlon Team denkt noch einen Schritt weiter. Geplant ist, zukünftig jedem Teilnehmern schon mit der Anmeldebestätigung alternative Anreisemöglichkeiten und damit einhergehend ganz anschaulich die individuelle CO2-Ersparnis aufzuzeigen. Ein Teilnehmer aus Brüssel hätte laut Henz etwa die Möglichkeit, 51 Kilogramm CO2 einzusparen, wenn er auf Bus und Bahn umsattelt. Die reine Fahrtzeit wäre in dem Fall auch nur 12 Prozent länger. Außerdem würde die lästige Parkplatzsuche vor Ort entfallen. Zurzeit denken die Organisatoren zusätzlich über einen Shuttle-Service vom Eupener Hauptbahnhof zur Wesertalsperre nach.

Das Triathlon Team geht übrigens schon vorab mit gutem Beispiel voran: Zum „Benelux Mixed Team Realy Cup“ in Amsterdam am 26. Mai 2019 reist es mit dem Zug an. Dieses internationale Wettkampfformat wird im Übrigen auch im Rahmen des Ostbelgien-Triathlons ausgetragen. Die Resonanz ist groß. Jüngstes Beispiel: Der Handball Club Eynatten hat angefragt, ob seine Damen und Herren mit mehreren Mannschaften starten können.

Weiterführende Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.ostbelgientriathlon.be