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Eupen-Triathlon wird CO2-neutraler Ostbelgien-Triathlon

Erfolg hat viele Gesichter. Das beweist seit dreieinhalb Jahrzehnten eindrucksvoll der „Eupen-Triathlon“. Die Teilnehmerzahlen liegen seit Jahren um die 1000, der Mix aus Sport und Natur kommt an, die Stimmung im Publikum ist großartig und längst hat sich das Event über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Denn nicht nur Einheimische sind auf den Starterlisten zu finden, sondern auch Teilnehmer aus den Benelux-Staaten, aus Nordfrankreich, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. An diesen Erfolg hatte 1984 bei der Premiere – damals noch im Wetzlerbad – niemand geglaubt.

Neue Ära des Triathlons

Eigentlich Grund genug, sich nach 35 Jahren zurückzulehnen und zufrieden zu resümieren: „Es läuft!“ Das sieht das „Triathlon Team Eupen“ als Veranstalter allerdings anders. 2019 werden sie mit einem neuen Konzept antreten, das die Schwerpunkte Natur, den Standort Ostbelgien sowie nachhaltiges Handeln vereint. Der Ideenprozess ist zurzeit noch in vollem Gange, doch einige Projekte nehmen schon handfeste Züge an. Die augenscheinlichste Veränderung ist der neue Name des Events. Denn „Eupen-Triathlon“ soll ab jetzt dem Namen „Ostbelgien-Triathlon“ weichen. Warum? Um sich noch deutlicher zum Standort Ostbelgien zu bekennen und den internationalen Charakter dieses Triathlons herauszustellen.

Sportliches Novum: Der Benelux Cup

Auch in puncto Sportprogramm bleibt die Veranstaltung in Bewegung. Denn spätestens seit der Verlegung des Triathlons an die Wesertalsperre im Jahr 1999 ergeben sich ganz neue Möglichkeiten bei der Gestaltung der Disziplinen. Und so werden mit den Disziplinen Mitteldistanz, Olympische Distanz, Sprintdistanz und Mixed Team Relay (Wertung „Benelux Cup“) vier anstatt wie bisher zwei Wettkämpfe angeboten. Die Mitteldistanz geht dabei ganz neue Wege! Nach dem Schwimmen in der Wesertalsperre geht es auf dem Rad in den Naturpark Hohes Venn. Anschließend folgt die Abfahrt auf perfektem Asphalt Richtung Eupen und ein knackiger Anstieg führt wieder hoch auf die Staumauer. Die finalen Laufrunden führen schließlich vorbei am Ufer der Talsperre bis zum Forsthaus und zurück.

Die Vision: CO2-neutraler Triathlon

Aber nicht nur mit sportlichen Neuerungen bleiben Events dieser Art über lange Zeit ein attraktiver Anziehungspunkt. Es ist das Gesamtkonzept. Und so nehmen die Organisatoren seit diesem Jahr auch die zukunftsweisenden Bereiche „Umweltschutz“ und „Nachhaltigkeit“ in ihr Konzept auf. „Langfristig haben wir die Vision, zu 100 Prozent ein CO2-neutraler Triathlon zu werden“, verrät Olivier Henz Präsident des "Ostbelgien-Triathlons". Mit diesem Vorhaben ist der Triathlon weltweit Vorreiter. Zurzeit sprechen die Organisatoren verschiedene Szenarien durch. Da wäre zum Beispiel die An- und Abfahrt. Geplant ist, den Teilnehmern zukünftig vorab Alternativen zum Individualverkehr an die Hand zu geben.

„Unsere Studien haben nämlich gezeigt, dass im letzten Jahr alleine durch die An- und Rückreise aller Teilnehmer 170.000 km mit dem Auto gefahren und dementsprechend hohe CO2-Emissionen produziert wurden“, Olivier Henz

Von der Fahrradgarderobe bis zum Designpokal

In Kooperation mit der SOS-Hilfe Eupen soll außerdem eine Art „Fahrradgarderobe“ eingerichtet werden, wo Besucher ihr Fahrrad während des Aufenthalts unkompliziert und gut bewacht parken können. Auch handelsübliche und wenig ästhetische Plastikpokale sollen bei dieser Veranstaltung schon bald der Vergangenheit angehören. Mit dem Eupener Künstler und Designer Kaspar Hamacher wird zurzeit an einer kunstvollen Alternative aus Holz gefeilt. Die Müllproblematik nehmen die Veranstalter ebenfalls in den Blick. Insbesondere Plastikbecher, die bei der Veranstaltung verteilt werden, sollen schon bald durch recyclebare Alternativen ersetzt werden. „Wir haben sehr viele Ideen und hoffen, das ein oder andere bereits dieses Jahr umsetzen zu können“, so Henz.

Weiterführende Infomationen finden Sie unter www.ostbelgientriathlon.be