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5. Euregionales JugendFilmFestival in Eupen

Tatsächlich ist das Double von Jack Sparrow im echten Leben Physiotherapeut, und in der Flasche natürlich nur Wasser. So ist das eben beim Film: es ist meist anders, als es aussieht.

Davon konnten sich die rund 180 Besucher an diesem Tag selbst ein Bild machen: Zum Abschluss des Euregionalen Wettbewerbs für junge Filmemacher luden das Medienzentrum Eupen und die Mit-Organisatoren, die Aachener  Bleiberger Fabrik und das Huis voor de Kunsten aus Limburg, zur Preisverleihung ein.

Über 60 Filme waren eingereicht worden, zu völlig unterschiedlichen Themen. Ob die Umsetzung witzig, berührend, nachdenklich oder experimentell sein sollte, blieb den jungen Filmemachern ebenfalls freigestellt. Denn in erster Linie ging es darum, dass sie selbst einen Film produzierten.

Die Grundlagen in Workshops erlernt

Manche holten sich Hilfe von Erwachsenen: In jeder Teilregion der Euregio Maas-Rhein wurden Workshops mit professionellen Filmern angeboten, die den Kindern und Jugendlichen die Grundlagen des Filmens beibrachten.

In Ostbelgien organisierte das Medienzentrum zum Beispiel Workshops für Schulklassen mit Achim Nelles (Kamerateam) und Daniel Beckers (Paperplane); zahlreiche weitere Filme entstanden im Rahmen von „Kultur macht Schule“ –Werktagen mit Shamy Richter (Artivi).

Das Festival

Zu einem Wettbewerb gehört natürlich eine Preisverleihung. In diesem Jahr fand sie erstmals im Eupener Kulturzentrum „Alter Schlachthof“ statt. Rund um die Verleihung hatte das Medienzentrum einen bunten Erlebnistag rund um das Thema „Film“ organisiert. Dort gab es viel zu entdecken: Die Besucher konnten zum Beispiel:

  • ein eigenes Daumenkino erstellen,
  • eine Schauspielerin über ihre Zeit beim Film befragen,
  • Stunt- Profis über die Schulter schauen,
  • ein eigenes Filmplakat entwerfen,
  • sich mit dem Jack-Sparrow-Double und Menschen in Kostümen aus den Star Wars-Filmen in einer Green Box fotografieren lassen,
  • einen Filmausschnitt synchronisieren,
  • an einem Schauspiel-Workshop teilnehmen,
  • die Arbeit der Filmwerkstatt Ostbelgien entdecken,
  • alles über die Arbeit mit Kamera-Drohnen erfahren und
  • sich echt aussehende Wunden schminken lassen.

Die Zeit bis zur Preisverleihung verging wie im Flug… Doch natürlich waren alle auch gespannt, wer einen der Preise abgeräumt hatte.

Die Gewinner

Aus den über 60 eingereichten Filmen die Sieger zu küren, war die Aufgabe einer Jury, die sich aus je einem Profi-Filmer aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden zusammensetzte.

In diesem Jahr gab es Preise in vier Kategorien (gestiftet von der Stadtsparkasse Aachen) und einen Sonderpreis der Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Gewonnen haben:

  • Kategorie « Schul- und Gruppenprojekte 10-12 Jahre »:Gemeindegrundschule Bütgenbach (Oberstufe) mit dem Film „Geheimnisvolle Welten der Zeit“
  • Kategorie „Schul- und Gruppenprojekte 13-19 Jahre“: Lynn Feltes und Fabrice Kiffel mit dem Film „Wer ist ich?“
  • Kategorie „Einzelprojekte 13-19 Jahre“: Robin Gort mit dem Film „#nofilter“
  • Kategorie „Animationsfilme“: Rani Gijbels mit dem Film „Nachtmerrie“
  • Sonderpreis der Ministerin Isabelle Weykmans: Städtische Grundschule Oberstadt mit dem Film „Kunterbunt, das sind wir“

Die Begründungen der Jury finden Sie im Downloadbereich. Die Siegerfilme werden auf der Webseite des EJFF gezeigt.

Weiterführende Informationen zur ostbelgischen Kreativwirtschaft finden Sie unter OstbelgienLive: Medien

Die Geschichte des Euregionalen Jugendfilmfestivals begann 2009. Seitdem findet das Festival alle zwei Jahre statt. Das Festival bringt junge, engagierte Filmemacher und filmbegeisterte Kinoliebhaber zusammen, denn beim EJFF können die Teilnehmer ihre Filme einem großen Publikum zeigen. Und wenn dies gewünscht ist, bekommen die jungen Regisseure während der Arbeit am Filmprojekt Hilfe von Profis.